Wenn Sie sich für ein Kunstwerk von mir entscheiden, bekommen Sie handgefertigte Wertarbeit mit einem hohen Anteil an Kopfarbeit:
Meine Werke beruhen im wesentlichen auf der Komposition von Algorithmen, die einen Genotyp in den zugehörigen Phänotyp abbilden. Die Softwareentwicklung am Computer führt nach einem interaktiven Entwicklungsprozess zur ausgereiften Phänomenologie, dem digitalen Kunstwerk. Das ist vergleichbar mit einem genetischen Code, der die Erscheinungsform eines Lebewesens bestimmt. Von einem komplizierten Genotyp ausgehend ist es praktisch unmöglich auf seinen Phänotyp zu schließen und umgekehrt. Das Ergebnis ist nicht vorhersagbar. Der einzige Weg zum Resultat ist die aufwändige Erprobung der künstlerischen Idee am Computer. Durch fortlaufende Modellierung der ursprünglichen Algorithmen entsteht schließlich das endgültige Kunstwerk nach meiner Vorstellung. Vergleichen kann man das mit Mutation und Selektion, den Triebfedern der Evolution. Diese spezielle Art des Erschaffens von Kunstwerken macht sie zu Lebewesen, die in einem digitalen Datenuniversum, dem „DatVerse“ leben. Ich mache durch meinen Schöpfungsakt die Kreaturen, Ereignisse und Abläufe sichtbar, die das „DatVerse“ ausmachen. Analog der biologischen Artenvielfalt, die sich auf Atome zurückführen lässt, entstehen sämtliche Kunstwerke letztlich aus einer Folge von binären Informationen: Nullen und Einsen. Damit gilt der Satz "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile". Die Null und die Eins sind beide Seiten ein- und derselben Medaille. Sie sind die nicht weiter teilbaren Quanten der Information.
Die Philosophie meiner Arbeit beruht auf der Grundidee der
allgegenwärtigen, mit uns Menschen wechselwirkenden Natur.
Durch unser Leben selbst mit seinen vielfältigen
Phänomenen und der dynamisch
fortlaufenden Verflechtung zwischen uns und unserer Umwelt suchen wir
den Einklang beider Welten.
Hierbei erfahren wir oft Widerspruch oder auch Zuspruch, welche sich
durch Spannungen,
einem Erdbeben gleich, entladen können.
Häufig müssen wir erkennen, dass unser Leben an einer
fließenden Grenze zwischen Gesetz und Zufall
verläuft, auf die wir nur allzu oft keinen Einfluss nehmen
können. Das Streben nach und das Erreichen von innerer
Harmonie offenbart sich für unser Leben als erfolgreicher Weg.
Nach außen übertragene Harmonien verstärken
sich durch unsere Umwelt und bringen ihr konstruktives Echo wieder ganz
bis zu uns zurück. Diese Schwingungen können wir
positiv nutzen.
Harmonien halten Spannungen in fließenden Grenzen, aber
Harmonien alleine können ohne Spannungen
nicht existieren. Spannungen geben den Harmonien ihre Form, in der wir
sie erst erkennen.
Meine Bilder zeigen durch Form und Farbe die spannenden Strukturen
unserer Alltagswelt, die sich zwischen Ordnung und Chaos bewegen, aus
unterschiedlichen Blickwinkeln.
Dabei erheben sich bei der Betrachtung der Bilder ganz von selbst die
besonderen Fragen, auf welcher Seite der Grenze sich eigentlich das
Chaos und die Ordnung befinden, wie sie miteinander interagieren oder
ob überhaupt eine Grenze zwischen Zufall und Gesetz existiert?
Meine Bilder sollen Impulse zum Nachdenken oder sogar zur
Beantwortung dieser Fragen geben.
Jeder Betrachter muss die Antworten für sich selbst finden und
kann sie im besten Fall sogar mit anderen teilen.
Daraus kann das Verständnis wachsen, was Leben bedeutet und
wie wir Herausforderungen gemeinsam besser begegnen.
Schauen Sie sich unter diesem Aspekt doch einmal in meiner Galerie um.
Warum ist Kunst so wichtig? Lesen sie meine beiden Kurzgeschichten - sie versuchen eine parabelhafte, fabelhafte Antwort zu geben.
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